Käse
Ein Hof in den Kempen, hundertvierzig Käse. Gemacht von den anderen Boonens. Nicht verwandt, wir haben es geprüft.
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Woher er kommt
Die Käserei Catharinadal, in Achel, auf einem Gelände, wo jahrhundertelang Franziskanerinnen lebten. Zwei Brüder und ihre Frauen: Bert und Carine halten rund hundert rotbunte MRIJ-Kühe auf Gras und Klee, und Peter und Riet machen aus dieser Rohmilch noch am selben Tag Käse. Nichts zugesetzt außer Salz. Die Familie verkauft ab Hof seit 1935.
Das Angebot
Rund hundertvierzig Käse von einem Hof: Blauschimmel, gewaschene Rinden, Weißschimmel, Hartkäse von jung bis alt, Ziege und Schaf neben den Kühen. Was bei uns in der Theke liegt, wechselt; ist ein Laib zu Ende, reift der nächste manchmal noch.
Was ihn besonders macht
Der Grevenbroecker, im Ausland als Achelse Blauwe bekannt, ist ein Blauschimmel, der nie gestochen wird. Der Bruch wird von Hand geschichtet, Lage auf Lage, und der Schimmel wächst in den Fugen: Die Schnittfläche marmoriert wie Stein. Zehn Wochen Geduld, rund dreißig Laibe pro Woche. 2009 wurde er bei den Caseus Awards in Lyon als originellster Käse ausgezeichnet. Peter arbeitete jahrelang daran, bis er mild genug war für Riet, die seinen ersten, schärferen Blauen nicht verkaufen wollte.